Künstlersozialabgabe 2016

Die Künstlersozialabgabe 2016 beträgt – wie schon in den beiden Jahren zuvor – 5,2%.

2016 hat das Thema Künstlersozialabgabe weiter erheblich an Bedeutung gewonnen. Das hat folgenden Grund:

Zum 1. Januar 2015 ist das Künstlersozialabgabestabilisierungsgesetz (KSAStabG) in Kraft getreten, durch das die Betriebsprüfungen drastisch verschärft wurden:

Bei Unternehmen, die bereits bei der Künstlersozialkasse (KSK) erfasst sind, und Arbeitgebern mit mehr als 19 Beschäftigten findet die Betriebsprüfung nun zwingend mindestens alle vier Jahre im Rahmen der turnusmäßigen Sozialversicherungspfüfung durch die Rentenversicherung statt.

Von den Arbeitgebern mit weniger als 20 Beschäftigten werden künftig jährlich mindestens 40% geprüft, so dass bei Unternehmen dieser Gruppe im Durchschnitt alle 10 Jahre eine Prüfung erfolgt.

Die Künstlersozialkasse erhält ein eigenes Prüfrecht für branchenspezifische Schwerpunktprüfungen und anlassbezogene Prüfungen.

Insgesamt ist eine Ausweitung von bislang ca. 70.000 auf 400.000 Betriebsprüfungen pro Jahr geplant.

Künstlersozialabgabe 2016

Die Betriebsprüfer werden künftig ganz genau hingucken.

 

Das neue Gesetz hat seine Wirkung nicht verfehlt: Laut Angaben der Deutschen Rentenversicherung haben die schärferen Kontrollen im ersten Halbjahr 2015 zu Nachforderungen bei den Unternehmen von mehr als 9,2 Millionen Euro geführt.

Außerdem wurde durch das KSAStabG ein einheitlicher Bußgeldrahmen von bis zu 50.000 Euro eingeführt, sowie eine Bagatellgrenze. Wer im Jahr maximal 450 Euro an selbständige Kreative gezahlt hat, muss keine Künstlersozialabgabe zahlen. Diese Bagatellgrenze spielt allerdings nur bei sehr kleinen Unternehmen mit geringen oder keinen Werbeausgaben eine Rolle.

Die Entgeltmeldung für 2016 ist bis zum 31. März 2017  an die Künstlersozialkasse zu übermitteln.