Für Steuerberater

Die Künstlersozialabgabe existiert zwar bereits seit über 30 Jahren, fristete bislang aber in der Steuerberatung eher ein Schattendasein.

Spätestens seit der Verschärfung der Betriebsprüfungen durch das Künstlersozialabgabestabilisierungsgesetz (KSAStabG) zum 1. Januar 2015 hat das Thema ganz erheblich an Bedeutung gewonnen. Bei Unternehmen, die bereits bei der Künstlersozialkasse erfasst sind, und Arbeitgebern mit mehr als 19 Beschäftigten findet nun zwingend mindestens alle vier Jahre eine Prüfung statt. Die übrigen Unternehmen werden im Schnitt alle zehn Jahre geprüft. Statt bislang ca. 70.000 Prüfungen jährlich sollen künftig rund 400.000 Betriebsprüfungen pro Jahr erfolgen.

Wichtig ist, dass nahezu jedes Unternehmen in Deutschland abgabepflichtig ist. Neben den „typischen Verwertern“ (§ 24 Abs. 1 S. 1 KSVG) unterliegen nämlich auch die sogenannten „Eigenwerber“ der Abgabepflicht, also Unternehmen, die „für Zwecke ihres eigenen Unternehmens Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben und dabei nicht nur gelegentlich Aufträge an selbständige Künstler oder Publizisten erteilen“ (§ 24 Abs. 1 S. 2 KSVG). Für eine nicht nur gelegentliche Auftragserteilung genügen nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts schon ein bis zwei Aufträge pro Jahr. Häufig ist eine Abgabepflicht schon zu bejahen, wenn ein Unternehmen eine Website betreibt.

Vor diesem Hintergrund müssen Steuerberater und Steuerfachangestellte mit den Grundzügen des Künstlersozialversicherungsrechts vertraut sein. Bei Detailfragen (wie z. B. der oftmals schwierigen Abgrenzung zwischen künstlerischer und nicht-künstlerischer Tätigkeit) oder der Ergreifung von Rechtsmitteln bietet sich die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen, spezialisierten Rechtsanwalt an.

Gerne stehen wir Ihnen und Ihren Mandanten mit folgenden Leistungen zur Verfügung:

  • Schulungen von Steuerberatern und Steuerfachangestellten
  • Vorbereitung und Begleitung von Betriebsprüfungen
  • Prüfung von Einzelfragen (z. B. Abgabepflichtigkeit bestimmter Leistungen)
  • Vertragsgestaltung zur Vermeidung der Künstlersozialabgabe (z. B. bei GmbH-Gesellschaftern)
  • Prüfung der Erfolgsaussichten von Rechtsmitteln
  • Anfechtung von Bescheiden durch Widerspruch oder Klage zum Sozialgericht